Albertus Magnus Haus

das etwas andere Studentenwohnheim in Heidelberg

Kolumne

Hier soll nun regelmäßig eine Kolumne erscheinen, wo aus verschiedener persönlicher Sicht
über das Leben im AMH erzählt wird.

Schon fast Weihnachten

10. Dezember 2008 von admin

Wahnsinn, wie die Zeit vergeht! Die Semesterferien sind schon lange wieder vorbei, die neuen Mitbewohner gar nicht mehr richtig neu und auch das Heimwochenende bei strahlendem Sonnenschein liegt schon lange hinter uns. Dieses stand diesmal ganz im Zeichen der Märchen und wir hatten unseren Spaß. Beim Erraten der Lieblingsmärchen der anderen, Laternen basteln, Kürbisse schnitzen, einer märchenhaften Schnitzeljagd, an deren Vorbereitung die Vorbereitenden mindestens genau soviel Spaß hatten wie hinterher die Teilnehmer, und dem bunten Abend bei dem zahlreiche Märchen zu einer höchstinteressanten und kreativen Neuaufführung kamen. Zu erwähnen ist an dieser Stelle auch noch das Kochhighlight: Die Produktion von Kaiserschmarrn für 18 Leute unter Verwendung von 20 Eiern und einer Industriepfanne!

Und jetzt ist also schon Advent. Auch im AMH ist das gut zu merken. Am Samstag vor dem 1. Advent fand die schon Tradition gewordene Adventskranzbinderunde unter Theresas Anleitung bei unheimlich leckerem Kuchen und Glühwein in der Erdgeschossküche statt. Manch einer konnte hier ungeahntes Talent beim Binden und Dekorieren zu Tage fördern – bzw. beim Anbringen von Drahthalterungen an Walnüssen :) Am Sonntag war dann die Küche des 1. OGs komplett belegt von Plätzchenbackern. Die letzten Plätzchen verließen den Ofen schätzungsweise um 22.30Uhr und (fast) allen Beteiligten war zum Schluss schlecht vom “Probieren” – aber das gehört ja dazu.

Nicht vergessen werden darf natürlich das Wichteln, das mit dem Wichtelbarabend durch die eindrucksvolle Verlesung der Wichtelordnung wieder eingeläutet wurde. Die aufregende Zeit, in der man nachts vor lauter Wichtelversuchen nicht zum Schlafen kommt und morgens beim Zimmerverlassen kleine (manchmal auch überraschend große) Überraschungen vor der Tür findet, hat wieder begonnen. Und mit ihr auch wieder das große Rätseln und die täglich wechselnden Vermutungen, wer wohl der eigene Hauptwichtel ist. Ich habe da ja so meine Vermutung, aber wer weiß, ob sie auch beim nächsten Wichtelgeschenk noch dieselbe bleibt…

Am Sonntag waren wir wie letztes Jahr im Altenheim St. Hedwig und haben dort ein kleines Weihnachts- und Adventsprogramm für die Bewohner veranstaltet. Mit vielen vierstimmigen Adventsliedern, netten Weihnachtsgeschichten, auch weniger adventlicher Instrumentalmusik und am Ende einem “Wunschkonzert” hoffen wir den St. Hedwigern wenigstens eine kleine Freude und etwas adventliche Stimmung gebracht zu haben. Wir jedenfalls hatten unseren Spaß in den Chorproben.

Am nächsten Dienstag wird jetzt noch der letzte Rorategottesdienst und am Donnerstag eine kleine Adventsfeier im Haus stattfinden und dann ist auch schon der letzte Unitag vor den Weihnachtsferien.

Ich wünsche uns allen und allen Besuchern noch eine wunderschöne, gemütliche Advents- und aufregende Wichtelzeit!

Endlich wieder Semester !

8. Oktober 2008 von admin

Kaum zu glauben, aber wir freuen uns auf die Uni! Die Zeit, dass das AMH leer und verwaist da stand, ist endlich vorüber. Auch wenn die PH wie immer etwas weniger arbeitet und erst in einer Woche mit Vorlesungen anfängt (übrigens auch die ach so fleißigen Mediziner und unsere zukünftigen Rechtsanwälte), füllt sich das Haus zunehmend – auch mit den mit Spannung erwarteten neuen Mitbewohnern.

Die Semesterferien waren jedoch nicht so schlimm, wie es jetzt scheinen mag: Die Polenfahrt Anfang August nach Danzig (Gdańsk) und in die Masuren (Mazury), von Marzena organisiert . Dafür nochmals ein großes DANKE bzw. dziękuję bardzo (sprich: feng schui bart so)! Es war einfach klasse. Kanutouren durch regenwaldartige Gebiete, Baden in von Schnellstraßen umgebenen Seen und natürlich viel Kult(o)ur gehörten natürlich zum Programm und ließen die Fahrt unvergesslich werden. Wir wissen jetzt, dass polnische Ampeln mindestens drei verschiedene Blindensignale haben (die Christoph und Manuel perfekt nachpfeifen konnten und so einige Menschen in Lebensgefahr brachten), wissen, wie man Bier auf Polnisch bestellt und dass Kristin Dänisch spricht. Auch Danzig ist uns nach einer dreistündigen Führung mit diversen Danziger Sagen und antikem Klatsch und Tratsch bestens bekannt. Beim Besuch der deutschen Minderheit in Allenstein (Olsztyn) wurden uns unsere mangelhaften Volksliedkenntnisse bewusst. Es war eine schöne Gelegenheit nocheinmal mit einigen der jetzt Ausgezogenen eine tolle Zeit zu verbringen und zu sehen, wo Marzena herkommt.

Trotzdem sind wir froh, dass das Haus sich langsam wieder füllt und sind gespannt die neuen Mitbewohner beim Heimkonvent am Donnerstag kennenzulernen. Also Herzlich Willkommen (zurück) im AMH an alle neuen und alten Mitbewohner !

Gruppenfoto in Marienburg (Malbork)

Magnusmaronen

12. Oktober 2007 von admin

300g Maronen
500g Äpfel
Rosinen
Weißwein
Butter
ein paar Walnüsse
1kg Schweinehals

In einer Backform den Boden dick mit Salz bedecken, Schweinehals einfach reinlegen,
bei 190°C Umluft backen und nach ner halben Stunde umdrehen nochmal ne halbe Stunde backen, fertig.
Äpfel schälen und kleinschneiden, in Weißwein dünsten bis sie weich sind aber noch nicht verfallen. Geschälte Maronen in massig Butter andünsten, Rosinen in Zuckerwasser etwas Weichkochen, alles zu den Maronen in die Pfanne geben, nochmal kurz heiss anbraten, bissl Zucker und Zimt und Walnusskerne dazu.
Lecker im Herbst, dazu Salat, Preiselbeeren und ein Glas Sekt.

Das Haus füllt sich wieder

10. Oktober 2007 von admin

Nur noch diese Woche Ferien, so langsam füllt sich das Haus wieder und der Küchendienst kommt endlich wieder in geregelte Bahnen. Ich freu mich schon aufs Semester, hab lustige Vorlesungen die ich mir im Hauptstudium endlich selbst aussuchen kann, aber auch auf alle Leute im AMH und alles was hier wieder Los sein wird, Tanzkurs, 50. Jähriges Jubiläum und der Alltagswahnsinn.

Aber auch in den Ferien haben wir es uns gut gehen lassen:
Die Stockwerke sind echt noch ein bisschen zusammengerückt als so wenige da waren, das ist schön. Letzte Woche war Pyjama-Geschichten Abend im Fernsehraum, eine Gruselgeschichte von Stephen King hat die einen begeistert, die anderen ins Land der Träume gebracht – ok sie war auch echt lang, danach noch zwei Geschichten aus Nicht mit dir und nicht ohne dich… von Svende Merian & Norbert Mey ein schaurig-schönes Buch welches ich in der AMH Bibliothek gefunden hab (und ich seitdem übrigens vermisse, hat es jemand mitgenommen?). Die eine war Eine schöne Beziehung von Henning Venske, ist echt ne schöne und lustige Geschichte.

pyjama.jpg

Schöner Abend, ich hoffe mal wieder.
Der Moritz.

Ende SoSe07 – Der perfekte Mitbewohner

16. Juli 2007 von admin

Das Semester ist zu Ende…
Mal einen etwas anderen Einblick ins vergangene AMH-Semester durch ein kleines Theaterstück, welches am Heimkonvent vorgeführt wurde:
“Der perfekte Mitbewohner”
Bitte hier entlang und viel Spaß.

Es ist Sommer – egal ob man schwitzt oder friert

16. Juni 2007 von admin

Endlich Sommer – wir sitzen immer öfter auf der Terrasse, tun grillen, Fußballspielen hinterm Haus, im Bademantel zum Neckar fahrn und kurz reinhüpfen. Ich wollt mal wieder schreiben was so alles abging im Sommersmester.
Aber es ist so viel passiert und ich will euch ja nicht mit Stichworten langweilen, was wir alles Tolles gemacht haben, jetzt bin ich also in der Bredouille euch nur ein paar Sachen erzählen zu dürfen. Grade ist jedenfalls nochmal Stress im Semester, alle haben bald die letzten Prüfungen und sind vom zurückgelegten Semester eigentlich genug gestresst, trotzdem findet man sich doch mal kurz in den Pausen zusammen und macht was Schönes, zum Beispiel wurden heute bei uns in der Küche, man glaubt es kaum, schöne Bilder mit Wasserfarben gemalt.
Man muss einfach sagen, dass die spontanen Aktionen die besten sind, zum Beispiel die russische Nationalhymne an Valentinas Geburtstag: innerhalb einer Stunde hat der Flo tatsächlich zwanzig Leute mit und ohne Instrument aufgetrieben um der Valja ein Ständchen zu bringen, natürlich auf russisch, so gut es eben ging. Das war echt super, hier ein kleines Bild für die die nicht dabei warn, leider ein bissle verschwommen; Flo das war ‘ne coole Aktion!
Jetzt fällt mir keine gescheite Überleitung zum letzten Barabend ein von dem ich euch noch erzählen wollte, Mist! Der war nämlich echt Klasse, das Motto war James Bond - ich fands auch kitschig aber hab mich dann schnikefein zur Bar begeben und umwerfende Bondgirls in Abendgarderobe vorgefunden – und eine Stimmung war da mal wieder in der Bar – wow – da wurde getanzt bis zum Morgengrauen – ohne Witz – ich war ganz gerührt, – äh geschüttelt.
Morgen muss ich mal den Oskar (das AMH-Rad) repariern, der Lenker ist kaputt.
Hoffentlich ist es morgen ein bisschen sommerlicher, obwohl laut Wise Guys ist Sommer nur das, was in deinem Kopf passiert.
Es ist Sommer von den Wise Guys
Viel Spass bei Eurem persönlichen Sommer!

Euer Moritz

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

29. Dezember 2006 von admin

;…Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.” So schrieb Hermann Hesse und das erste Semester im AMH kam mir auch zauberhaft vor. Ich erinnere mich an die ersten Wochen, das Haus war ganz leer, Fahrradständer wurden noch aufgebaut, Baggerlärm und fehlende Waschmaschinen waren ein bisschen nervig.
Ich war voller Erwartungen, ich kannte zwar schon ein paar Leute die mich ja auch aufs AMH gebracht hatten, wie den Seb und die Valla (die meinen halben Umzug ohne mich vollbrachten) nochn paar Physiker und natürlich den Thomas. Aber so aufm Stockwerk mit lauter neuen Leuten, wie wird’s wohl? Und was geht so im AMH ab. Diverse Befürchtungen an ein katholisches Wohnheim haben sich nicht bestätigt, und das ist gut so. (keine Uniformen, Schärpen oder Reitstiefel ;-) Dann wuchs langsam aus den ganzen Komponenten der Studis, etwas neues, etwas größeres Ganzes: Das AMH.
Ganz herausragend waren dabei ein paar Ereignisse. Zum Beispiel die Stockwerksessen. Mann, das war echt immer cool, Sonntag abends, Kerzenlicht und dampfende Töpfe im Erdgeschoss und einfach ne gechillte Zeit zusammen. Gerade selbst zu kochen ist natürlich noch lustiger. Bis heute lacht die Renée glaube ich immernoch über meine klumpige Hirse. Da fällt mir ein, ich wollte sie schon lange einmal fragen ob sie noch Geld von mir bekommt…
Das gemeinschaftliche Sperrmüll vagabundieren war auch echt schön, zusammen ne Couch quer durch den Stadtteil zu tragen schweißt einfach zusamen.
Ich könnte noch viel mehr erzählen von auf dem Gang quatschen, wichteln, Prüfungsbeistand, sich helfen, Werwolf spielen und Feueralarm ausstellen…. war ein super Semester, und ich bin glücklich so viele nette Menschen kennengelernt zu haben und so viel Spaß mit euch zu haben.
Hesses Gedicht geht aber weiter:
“Kaum sind wir heimisch unserm Lebenskreise
und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen.
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.”

Wir haben es also in der Hand wie es weitergeht und wir sollten uns nicht der Gewohnheit hingeben, sondern stets versuchen uns weiterhin besser und intensiver kennenzulernen, Stockwerksessen kochen und zusammen was zu unternehmen, zu lachen und zu leben. Ich hol euch jetzt also alle mal aus den Schubladen raus in die ich euch vielleicht doch gesteckt habe und freue mich schon aufs nächste Semester, denn ich wage zu behaupten: Jedem Semester wohnt ein Zauber inne!

Euer Moritz